Auf einen Blick:

 

Wann: Sonntag 04. August 2019 um 17:00 Uhr

Wo: Hauptkirche Suhl

Wer: Daniel Schmahl und Matthias Zeller

Was: „Midsommardröm“ - nordische Musik für Trompete und Orgel

Eintritt: 15 €, bis 18 Jahre 8 €, Karten an der Abendkasse und bei www.reservix.de

 

 

 

Im Einzelnen:

 

MIDSOMMARDRÖM“ - ein bewegendes Konzertprogramm für Trompete und Orgel.

Magisches Skandinavien!
Tiefe, weite Täler; großflächige Farben, Mitternachtssonne samt Elfen und Trolle. Zauber und Melancholie. Die Musik  skandinavischer Komponisten spiegelt diese Stimmungen wider. Trompeter Daniel Schmahl erfüllt sich einen lang gehegten Traum diese „nordische Klangmagie“ zu zelebrieren. Der warme Sound seines Flügelhorns „singt“ einige der berühmtesten Lieder zu „Midsommar“ als auch Themen von Edvard.Grieg.Orgelimprovisationen von Matthias Zeller, Finalist verschiedener Improvisationswettbewerbe, zu Texten aus der Edda verrücken den Zuhörer in andere Zeiten.  Zusammengebunden wird der Spannungsbogen mit den nordisch-schwebenden Phrasen Jan Garbareks, über die dunkle Melancholie und Kraft von Johann Johannson bis zur Musik des berühmtesten zeitgenössischen Komponisten Islands: Olafur Arnalds! Ein Programm mit großem Atem, berührendem Klang und dieser intensiv melancholichen nordischen Tiefe, die direkt das Herz der Zuhörer erreicht. Midsommardröm!

 

 

Die Akteure:

 

Daniel Schmahl - Trompete & Flügelhorn

 

Der aus einer Musikerfamilie stammende Trompeter ist der jüngste Sohn von einem der bedeutendsten deutschen Sologeiger der Nachkriegszeit - Gustav Schmahl. Bevor Daniel Schmahl mit 16 Jahren bei einem Konzert mit Ludwig Güttler seine Leidenschaft für die Trompete entdeckte, spielte er Geige, Fagott, Klavier und nahm Gesangsunterricht. Er studierte in Berlin, Weimar und absolvierte Meisterkurse bei Malte Burba, Ludwig Güttler sowie dem Ensemble „German Brass“. 1999 gab er sein Debüt als Solist mit Mitgliedern der Neubrandenburger Philharmonie. Seither arbeitet Daniel Schmahl erfolgreich als selbstständiger Solokünstler.

 

In nur wenigen Jahren ist es ihm gelungen, sich national und international auf den bedeutendsten Musikfestivals und Konzertpodien zu etablieren. Als einer der gefragtesten Trompeter seiner Generation trat er unter anderem in der Berliner Philharmonie, der Philharmonie St. Petersburg, dem Konzerthaus Berlin, beim Musikfest Stuttgart, dem „Jazz in June“ Festival in Hannover, als auch den Würzburger Bachtagen auf. 2014 spielte er auf Einladung des Leipziger Bachfestivals zusammen mit seinem Ensemble das Open Air-Konzert auf dem Leipziger Marktplatz vor 3500 begeisterten Zuhörern! 

 

2006 veröffentlichte er seine Debüt-CD „back to bach“ – mit Kompositionen von Klassik und Romantik bis zum Tango von Astor Piazzolla und Jazz von Miles Davis sowie Kenny Dorham. 2012 folgte dann beim Label „Querstand“ sein zweites Album „Chattin` with Bach“ (Platz 3 der Hooolp Klassik Charts). Daniel Schmahl gilt als einer der Grenzgänger zwischen Alter Musik, früher Moderne und dem Jazz, der nach ungewöhnlichen Interpretationsmöglichkeiten sucht und musikalisch neue Wege beschreitet. (daniel-schmahl.de) Daniel Schmahl spielt eine Piccolotrompete der Firma Galileo - Egger, eine Bach-Spada C -Trompete, sowie ein Flügelhorn der französischen Firma Antoine Courtois.

 

...Daniel Schmahl erwies sich von Anfang an absolut auf der Höhe der Zeit, formte einen wunderbar ausgewogenen, schlanken Ton, musizierte sehr beweglich, technisch brilliant. Bei der Air aus der der 3. Orchestersuite von Johann Sebastian Bach holte Daniel Schmahl selbstredend volle Punktzahl, denn mit diesem musikalischen Vollblut ging die warme Wintersonne im Saal auf, so rund, so weich, so strahlend der Ton...“ (Freie Presse Chemnitz)

...fetzig, südamerikanisch angehaucht und manchmal von einer beinah quälenden Rasanz, als ob Seelen durchs Fegefeuer hasten – gemeistert aber mit einer Wahnsinnsmusikalität!“ (Rheinische Post) 

 

 

Matthias Zeller - Orgel 

 

Der aus dem vogtländischem Musikwinkel stammende Multiinstrumentalist beschäftigte sich schon früh mit den Klangmöglichkeiten der Orgel und der Improvisation auf ihr. Im Studium an der ehrwürdigen Leipziger Musikhochschule kamen wertvolle Anregungen durch Kompositionsunterricht, Jazzimprovisation und außereuropäischer Musik hinzu durch Lehrer wie Siegfried Thiele, Steffen Schleiermacher und z.B. Kurse bei Kamalesh Maitra. Diese musikalische Bandbreite führte zu Kompositionsaufträgen für die Halleschen Musiktage, das Bachfest Leipzig, das Ensemble Amarcord, das Fulldomfestival Jena oder auch Bühnenmusiken am Neuen Theater in Halle.

 

Auf der Orgel waren es Lehrer wie Hans Haselböck, Wolfgang Seiffen und Henri Houbart, die das Gespür für Form und Expressivität förderten. Bei Wettbewerben gelang es ihm mehrmals als Finalist zu bestehen, z.B. beim Improvisationswettbewerb Weimar und bei „Jazz and Churchorgan“ in Hannover unter Vorsitz von Barbara Dennerlein.

 

Seine Stummfilmimprovisationen an der Orgel sind legendär (u.a. an der einzigen am Originalstandort erhaltenen Stummfilmorgel im Berliner „Babylon“-Kino) und als Orgel-Highlight darf die Eröffnung des „Thüringer Orgelsommers“ 2012 in der Bachkirche Arnstadt bezeichnet werden, wofür er ein Konzert für 2 Orgeln und Percussion (unter seiner Mitwirkung) schrieb, was vom MDR aufgezeichnet und gesendet wurde.